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Auf den Spuren des 1. Weltkrieges in den Dolomiten


2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum einhundertsten Mal.

Immer wieder stößt man in den Dolomiten, hauptsächlich zwischen der Marmolata und der Sextner Rotwand, auf Spuren des Ersten Weltkrieges. Von 1915 bis 1917 verlief hier eine der blutigsten Fronten: Blutig nicht nur durch die Kämpfe, sondern vor allem auch durch Naturkatastrophen. Der I. Weltkrieg verwandelt die Dolomitenfront zu einem der bizarrsten Schlachtfelder der Geschichte. Der Gebirgskrieg entzweit Familien, macht aus Nachbarn Feinde und trennt Liebende. Und bald wird die Natur zum größten Feind...

Wer heute in den Sextner Dolomiten wandert, stößt auf Schritt und Tritt auf die Spuren des Krieges. Überall finden sich Reste von Holzbaracken, rostiger Stacheldraht, Konservendosen - noch vor 20 Jahren entdeckte man abseits der beliebten Wanderwege mannshohe Sprengköpfe.

Frau Ortner, Ihre Gastwirtin im Land der Drei Zinnen, hat für Sie eine Liste zusammengestellt, mit den Ausflugs- bzw. Wanderzielen, welche den Ersten Weltkrieg zum Thema haben:

  • Bellum Aquilarium – Freilichtmuseum auf der Rotwand (2.050 m)

    Während des 1. Weltkrieges kämpften österreichisch-ungarische, deutsche und italienische Truppen auf der Sextner Rotwand. Das Projekt „Spuren unserer Geschichte“ und der Verein „Bellum aquilarum“ will Überreste des Krieges, die sich in den Bergen um Sexten, in der Rotwand, dem Elfer-, Zwölfer- und Einserkofel noch zuhauf befinden, bewahren, erhalten – aber keinesfalls irgendwie restaurieren.

    Ausgangspunkt: Bergstation Rotwand (1.900 m)
    Dauer: ca. 4 Stunden mit Führung
    Schwierigkeitsgrad: mittelschwere Wanderung
    Höhenunterschied: ca. 150 m
    Einkehrmöglichkeit: Rudihütte auf den Rotwandwiesen


  • Plätzwiese (1991 m) – Strudelkopf (2.307 m)

    Die gesamte Plätzwiese. war im 1. Weltkrieg Kriegsschauplatz.Gegenüber der Dürrenstein-Hütte befindet sich noch relativ gut erhalten das Festungswerk Plätzwies. Diese Festung diente im 1. Weltkrieg als Fort für weit reichende Artillerie und Beobachtungsposten für die schon zu Italien gehörenden angrenzenden Täler.

    Über einen breiten Wanderweg, der von schönen Almwiesen gesäumt ist, geht’s vom Berggasthaus Plätzwiese zur Dürrensteinhütte und weiter zum Strudelkopf, auf welchem ein Heimkehrerkreuz errichtet worden ist.
    Unseren Blick fesselt das Bergmassiv der Hohen Gaisl (3.146 m). Ebenfalls zu bewundern sind die Tofanen und das Massiv des Monte Cristallo, und vom Gipfel aus die Drei Zinnen.

    Ausgangspunkt: Plätzwiesenhütte (1.991. m)
    Dauer: 1 ½ Stunden zum Gipfel
    Höhenunterschied: 300 m
    Wegmarkierung: Nr. 34
    Einkehrmöglichkeit: Berggasthaus Plätzwiese, Dürrensteinhütte

 

  • Hüttenwanderung zu den Drei Zinnen (2.400 m)

    Während des Gebirgskriegs im Ersten Weltkrieg waren die Drei Zinnen und ihre Umgebung als Teil der Front zwischen Italien und Österreich-Ungarn heftig umkämpft. Die Linie Paternkofel–Paternsattel–Drei Zinnen–Forcella Col di Mezzo stellte damals die Staatsgrenze sowie auch die Frontlinie dar.

    Vom Parkplatz im Fischleintal beim Dolomitenhof geht es eben zur Talschlusshütte (1.548 m) und rechts auf Weg 102/103 im Altensteintal hinauf zu einer Wegteilung. Hier links ab und auf Weg 103 hinauf zur Zsigmondyhütte (2.235 m). Wunderbarer Blick auf Elfer und Zwölfer. Vom Schutzhaus nun auf dem mit Nr. 101 markierten Höhenweg über felsige Böden zur Büllelejochhütte (2.528 m). Kurz weiter zum Büllelejoch (2.522 m) und dann zur Dreizinnenhütte (2.438 m).

    Rückweg: Von der Hütte nun auf Weg 102 nordostwärts durch das wildromantische Altensteintal, das im Süden vom gewaltigen Aufbau des Einserkofels überragt wird, hinab zur Talschlusshütte im Fischleintal und zurück zum Ausgangspunkt.

    Ausgangspunkt: Parkplatz Fischleintal beim Dolomitenhof (1.454)
    Dauer: ca. 7 Stunden
    Schwierigkeitsgrad: anstrengend
    Höhenunterschied: 1.158 m
    Höchstgelegener Punkt: 2.528 m
    Einkehrmöglichkeit: in allen Hütten


    Alternativ dazu:
    Ausgangspunkt: Parkplatz Fischleintal beim Dolomitenhof Ziel: Dreizinnen-Hütte übers Altensteintal (2.438 m)
    Dauer: ca. 3 h
    Schwierigkeitsgrad: mäßig anstrengend
    Höhenunterschied: ca. 950 m

    Wir organisieren für Sie kostenlose geführte Wanderungen zu den Drei Zinnen!
    Informieren Sie sich an der Rezeption.

 

  • Knieberg (2.503 m)

    Im Ersten Weltkrieg war Sexten Schauplatz von erbitterten Kämpfen. Noch heute zeugen Löcher, Bunker, Schützengräben und Stellungen in den Felsen davon. Der Ort befand sich direkt an der Front und erlebte 1915 eine gewaltsame Evakuierung. Am 12. August 1915 wurde St. Veit (Pfarrkirche und 23 Gebäude) und ein Großteil des Dorfes durch Brandgranaten zerstört, und zwar wurde der Ort vom Knieberg aus beschossen.

    Der Knieberg ist ein Aussichtsberg welcher knapp jenseits der Südtiroler Landesgrenze liegt und deshalb auch einen italienischen Namen trägt: Col Quaternà. Er gehört zum Karnischen Hauptkamm.

    Wegbeschreibung der Wanderung
    Von der Coltrondoalm auf einer ebenen Militärstraße ostwärts zur Rinfreddoalm. Weiter auf dem Sträßchen bis zu einer Abzweigung (ca. 2.050m), links halten und in Serpentinen nordwärts, bis das Gelände steiler wird. Von hier auf einem guten Steig in die Sella del Quaterna mit einer Madonnastatue und über den breiten, felsigen SO-Grat zum Gipfel des Col Quaterna (2.503 m) mit militärischen Stellungen aus dem 1. Weltkrieg. Abstieg in die Sella del Quaternà, dann nordwärts auf einem schönen Steig in den Passo Silvella (2.329m). Nun auf dem Weg Nr.146 westwärts bis man ca. 100 Hm unter dem Passo Silvella auf die unscheinbare Abzweigung des Weges Nr.159 trifft Dieser führt gut angelegt, in leichtem Auf und Ab, teilweise felsig, direkt zurück zur Malga Coltrondo.

    Ausgangspunkt: Rifugio Malga Coltrondo (1.879 m),
    Gehzeit: Aufstieg 2 ¾ Std., Abstieg 1 ¾ Std.; gesamt 4 ½ Std.
    Höhenunterschied: 650 m
    Einkehrmöglichkeit: Rifugio Malga Coltrondo (Mitte Juni bis Mitte Oktober)

 

  • Freilichtmuseum Monte Piano (2.325 m)

    Eine der schlimmsten Kriegsfronten hatte auf dem Monte Piano ihren Schauplatz. Kaiserjäger und Alpini kämpften erbittert auf dem Hochplateau. Über 14.000 Soldaten mussten ihr Leben lassen. Heute noch zeugen unzählige Schützengräben, Stollen, Stacheldrähte und Bombentrichter vom Krieg.

    Ausgangspunkt: Lago d’Antorno (1.866 m, Nähe Misurinasee)
    Dauer: 1 ½ Stunden bis zur Bosi Hütte
    Schwierigkeitsgrad: leicht
    Höhenunterschied: 450 m
    Einkehrmöglichkeit: Bosi Hütte

    Hinzu kommt die gesamte Begehung des Hochplateaus ab der Bosi-Hütte (2.205 m), welche zwischen 2 ½ und 4 Stunden dauert.

 

  • Col di Lana, der „Berg des Blutes“

    Am Col di Lana, den die Italiener „Col di Sangue“ („Berg des Blutes“) nennen, ließen 6.000 Italiener und 2.000 Österreicher ihr Leben. Hinzu kommen noch unzählige Verwundete, die erst später verstarben und Lawinenopfer. Der italienische Generalstab erhoffte sich an diesem Abschnitt einen Durchbruch nach Norden, was einen Zusammenbruch der zentralen Dolomitenfront bedeutet hätte, um dann ins Pustertal vorzustoßen.

    Die Italiener glaubten den Col di Lana leicht überrennen zu können. Die Kaiserjäger aber hielten, unterstützt vom Deutschen Alpenkorps, den Berg. Es kam zum Minenkrieg : man musste sich unterirdisch vorarbeiten. Unter Zuhilfenahme gewaltiger Mengen Explosivstoffe wurde schließlich der gesamte Berggipfel von den Italienern am 17. April 1916 in die Luft gesprengt . Dabei kamen 245 Soldaten der K.u.k. Armee ums Leben. Den Gipfelbesatzungen blieben die Aktionen des Gegners keinesfalls verborgen und die einzige Gegenmaßnahme war, dem bohrenden Gegner Stollen entgegen zu treiben, um dem Feind den Weg zu versperren.

    Wanderung zum Col di Lana (2.433 m)

    Wir nehmen Weg Nr.23, vorbei am kleinen Valparolasee zunächst absteigend, dann leicht ansteigend bis zum Sattel unter dem Setsass. Von hier geht es weiter auf Weg Nr.21, den Grat entlang bis auf den Monte Sieff, dann absteigend in den Krater der Sprengung und weiter hinauf zum Gipfel. Zwischen Sieff und Col di Lana ist ein Drahtseil angebracht für nicht ganz schwindelfreie Wanderer. Am Gipfel des Col di Lana steht eine kleine Kapelle zum Gedenken an die vielen Toten dieses schrecklichen Krieges. Den ganzen Weg entlang sind noch deutliche Spuren der Dolomitenfront erkennbar.

    Ausgangspunkt: Valparolapass (1.748 m)
    Dauer: 6 ½ Stunden
    Höhenunterschied: 1.230 m
    Streckenlänge: 17 km 

 

  • Lagazuoi-Felstunnel

    Am Falzaregopass gelangt man mit der Seilbahn auf den Felsturm Lagazuoi. Aufgrund der außergewöhnlich guten Sicht auf die nahen Berggruppen wurde hier im Ersten Weltkrieg der Kommandositz der italienischen Artillerie eingerichtet. Doch auch die Österreicher waren unweit davon aufgestellt.

    Um die Eroberung der österreichischen Stellung durchzuführen, plante das italienische Oberkommando auch hier einen Felstunnel im Inneren des Berges. Es entstanden ein 1100 m langer Haupttunnel und zahlreiche weitere Seitentunnels. Am 19.06.1917 wurden 33 Tonnen Gelatine entzündet. Wider Erwarten hatten die Österreicher ihre Stellungen in der Zwischenzeit verlassen.

    1996 wurde der zerstörte Felstunnel restauriert und zu einem Freilichtmuseum des Ersten Weltkrieges umgestaltet.

    Ausgangspunkt: Bergstation Lagazuoi am Passo Falzarego (2.756 m)
    Länge: 3 km
    Dauer: 1 ½ Stunden
    Höhenunterschied: 650 m
    Schwierigkeitsgrad: leicht, jedoch auch etwas steil und rutschig

    Erforderlich sind Helm und Stirnlampe, welche an der Talstation verliehen werden.

    In umgekehrter Richtung:
    Ausgangspunkt: Passo Falzarego (2.105 m)
    Dauer: 2 ½ Stunden


  • Paternkofel Klettersteig (2.320 m - 2.745 m)

    Im 1. Weltkrieg war der Paternkofel wie viele Dolomitenberge schwer umkämpft. Auf ihm verliefen die Frontlinien der Italiener und Österreicher, zahlreiche Stollen und Steige zeugen heute noch davon. Der Klettersteig auf den Paternkofel folgt eben solchen Stollen und Steigen und bietet dabei immer wieder sagenhafte Ausblicke auf die weltbekannten Felsspitzen der Drei Zinnen gegenüber.

    Wegbeschreibung des Klettersteiges:
    Die Wanderung beginnt bei der Auronzo-Hütte. Man wandert in einer Stunde zur Drei Zinnen Hütte. Dort geht es weiter bis zum Tunnel, der 600 m lang und stockdunkel ist. Darauf folgt eine kurze gesicherte Passage bis zur Gamsscharte. Von hier geht es steil zum Gipfel.
    Gehzeit: 4 h
    Höhenmeter: 500 m
    Schwierigkeitsgrad: leichter Klettersteig
    Voraussetzung: Grundkenntnisse im Klettern , Kletterausrüstung samt Helm und Stirnlampe
    Alpinisteig



  • Soldatenfriedhof „Burg“ in Innichen

    Während des Ersten Weltkrieges 1914 - 1918 wurden in Innichen zwei Militärspitäler errichtet, in welche die an der nahen Dolomitenfront verwundeten und erkrankten Soldaten eingeliefert wurden. Da nun in diesen beiden Lazaretten so viele Soldaten verstarben, dass sie nicht alle auf dem Stiftsfriedhof beerdigt werden konnten, wurde von der Militärverwaltung ein eigener interkonfessioneller Militärfriedhofes im so genannten „Burgwald“ errichtet. In der Folgezeit wurden auf diesem Friedhof über 600 namentlich bekannte Soldaten in Einzelgräbern und viele unbekannte Soldaten in einem Massengrab beerdigt.

    Die 364 auf diesem Friedhof bestatteten Italiener wurden 1934 ausgebettet und in das Ossarium Pocol bei Cortina überführt.

    Im Jahre 1941, nachdem der Friedhof bereits offiziell aufgelassen war, exhumierte man 181 Kriegsopfer und setzte sie auf anderen Soldatenfriedhöfen bei. Die Grabkreuze und die Kapelle verschwanden und über das eingeebnete Gräberfeld breitete sich ein Wildwuchs aus. An die noch hier ruhenden und größtenteils namentlich bekannten Verstorbenen erinnerte nichts mehr.

    Durch den Einsatz der Schützenkompanie „Hofmark Innichen“ wurde der Soldatenfriedhof in den Jahren 2003/04 wieder erneuert und die Kapelle neu errichtet.

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